Lexikon

Sie sind hier:

Lexikon

  • absolute und relative Ausschlusskriterien

    absolute Ausschlusskriterien sind Kriterien, die eine entsprechende Behandlung nicht möglich machen; bei relativen Ausschlusskriterien handelt es sich um Kriterien, bei denen die entsprechenden Fachärzte genau abwägen, ob eine Therapie möglich ist.

  • ADHS

    Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung. ADHS-Symptome lassen sich in drei Kernbereiche einteilen: Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwächen, impulsive Verhaltensweisen, ausgeprägte Unruhe.

    ADHS ist eine der häufigsten psychiatrischen Störungen im Kindes- und Jugendalter.

  • Adipositas

    krankhaftes Übergewicht oder auch Fettleibigkeit. Adipositas kann Ursache einer Fettleber sein.

  • AFP (Alpha-Fetoprotein)

    Körpereigenes Eiweiß, das als Krebstumor Marker dient. Eine deutliche Erhöhung des AFP-Wertes kann darauf hinweisen, dass ein Leberkrebs (HCC) vorliegt.

  • Albumin

    Von der Leber gebildeter Hauptbestandteil der Bluteiweiße. Bei schlechter Leberfunktion sinkt das Albumin im Blut, sodass weniger Wasser in den Blutgefäßen gebunden wird und Wasser ins Gewebe austritt (Ödeme, Aszites).

  • Alkalische Phosphatase (AP)

    Einer von mehreren biochemischen Markern im Körper, der verwendet werden kann, um PBC zu diagnostizieren und die Krankheit zu verfolgen. Teil des Leber-Panel-Bluttests, der die Gesundheit der Leber insgesamt untersucht. AP wird in der Leber, den Knochen und anderen Geweben hergestellt und während eines Routine-Bluttests gemessen. Abnorm hohe Konzentrationen können auf eine Lebererkrankung oder Gallengangaufstau hinweisen.

  • Alkoholische Fettleber (ASH)

    auch alkoholische Steatohepatitis genannt. Schwere durch Alkoholmissbrauch ausgelöste Lebererkrankung.

  • Allergie

    Überempfindlichkeit auf bestimmte körperfremde Stoffe oder Substanzen

  • Ambulant

    medizinische Leistungen oder Pflegeleistungen, bei denen der Patient die Behandlungs- oder Pflegeeinrichtung nur vorübergehend in Anspruch nimmt und sie spätestens zur Nacht wieder verlässt.

  • Anämie

    auch Blutarmut genannt. Mangel an roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) und/oder roten Blutkörperchen (Erythrozyten) in Folge geringer Anteile an Blutzellen

  • Aneurysmen

    Schwächung der arteriellen Gefäßwand durch Erweiterung einer Schlagader

  • Angiosarkom

    bösartiger Tumor der Blutgefäße in der Leber, kann aber auch in anderen Organen vorliegen

  • Antimitochondriale Antikörper (AMA)

    Einer von mehreren biochemischen Markern im Körper, der verwendet werden kann, um PBC zu diagnostizieren.

  • Asymptomatisch

    Übersetzt: ohne Symptome. Oft haben Menschen mit PBC keine Symptome, die die Krankheit nachweisen.

  • Aszites

    auch Bauchwasser genannt. Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle.

  • Autoimmunerkrankung

    Eine Krankheit, die auftritt, wenn das körpereigene Gewebe durch das eigene Immunsystem angegriffen wird. Das heißt, körpereigene Abwehrzellen des Immunsystems greifen keine Krankheitserreger an, wofür sie eigentlich da sind, sondern wenden sich gegen körpereigenes Gewebe oder Zellen. PBC ist vermutlich eine Autoimmunerkrankung.

  • Barcelona Kriterien (BCLC = Barcelona Clinic Liver Cancer)

    Kriterienkatalog zur Einschätzung und Beurteilung der Therapieoptionen bei primärem Leberkrebs

  • Bauchglatze

    Verlust der Behaarung im Bauchbereich und manchmal im angrenzenden Intimbereich. Mögliche Begleiterscheinung der Leberzirrhose

  • Bauchspiegelung

    Bezeichnung einer Methode, bei der die inneren Organe mittels spezieller optischer Instrumente sichtbar gemacht werden können, ohne einen größeren Bauchschnitt durchzuführen.

  • Bauchwasser

    siehe Aszites – Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle als Folge einer Leberzirrhose

  • Begleitsymptome

    Erscheinungen, die neben der eigentlichen Erkrankung auftreten, beispielsweise starke Müdigkeit

  • Bewusstseinsstörungen

    Beeinträchtigung oder Veränderung des gewöhnlichen Alltagsbewusstseins. Sie können u. a. durch die Gabe von starken Schmerzmitteln hervorgerufen werden.

  • Biliär

    Bezieht sich auf die Gallengänge, Gallenblase oder Galle.

  • Bilirubin

    Bilirubin ist das gelbe Abbauprodukt des normalen Häm-Katabolismus, das durch die körpereigene Reinigung von alten roten Blutkörperchen, die Hämoglobin enthalten, produziert wird. Bilirubin wird über Galle und Urin ausgeschieden. Erhöhte Werte können auf bestimmte Krankheiten hinweisen.

  • Biopsie

    Entnahme von Gewebe oder Zellen aus den Körperorganen (z.B. Leber) zur mikroskopischen Untersuchung.

  • Blutarmut

    ein Mangel an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin) und/oder roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und daraus resultierend einem zu geringen Anteil an Blutzellen (Hämatokrit) im Körper

  • Bluthochdruck

    der Blutdruck ist der Druck des Blutes, den es beim Durchströmen auf die Gefäße ausübt. Von Bluthochdruck wird gesprochen, wenn dieser über dem erhöhten Normwert von 130-139/85-89 mmHg liegt.

  • Blutunterdruck

    der Blutdruck ist die Kraft des Blutes, die es beim Durchströmen auf die Gefäße ausübt. Von Blutunterdruck wird gesprochen, wenn dieser unter 100/110 zu 60 mmHg liegt.

  • Bridgingverfahren

    temporäre Überbrückungsmaßnahmen im Rahmen einer Therapie, z.B. zur Überbrückung der Zeit bis zur einer späteren Organtransplantation

  • Chemotherapie

    Behandlungsverfahren bei Krebs. In der Regel ist mit der Chemotherapie eine „zytostatische“ (Substanz, die das Zellwachstum und die Zellteilung verhindert) Behandlung von Krebs gemeint.

  • Child Pugh A

    gibt den Schweregrad der Zirrhose an (A=milde Zirrhose/kompensierte Zirrhose)

  • Child Pugh B

    gibt den Schweregrad der Zirrhose an (B=moderate bis starke Zirrhose/kompensierte Zirrhose)

  • Child Pugh C

    gibt den Schweregrad der Zirrhose an (C= sehr starke Zirrhose/dekompensierte Zirrhose = die Leberfunktionen können nicht mehr aufrechterhalten werden)

  • cholangiozellulär

    von den Zellen der Gallengänge ausgehend

  • Cholangitis

    Entzündung der Gallengänge.

  • Cholestase

    Eine Abnahme des Gallenflusses aufgrund eingeschränkter Ausscheidung oder Aufstau des Gallenflusses.

  • chronische Infekte

    die köpereigenen Immunabwehr reicht nicht aus. Der Infekt tritt immer wieder auf oder heilt nicht aus.

  • Co – Medikationen

    zusätzliche verabreichte Medikamente, die den therapeutischen Erfolg des Hauptmedikamentes unterstützen

  • Coping Strategie

    Bewältigungsstrategien zum Umgang mit einer Erkrankung

  • CT (Computertomographie)

    Röntgentechnik, bei der Schnittbilder des Körpers zu Diagnosezwecken angefertigt werden

  • Depression

    ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die das Denken, Fühlen und Handeln des Betroffenen beeinflusst

  • Dimenhydrinate

    Mittel gegen Übelkeit, Erbrechen. Wird auch als Beruhigungsmittel eingesetzt.

  • Drug-Eluting Beads (TACE-DEB)

    ein Therapieverfahren, bei dem zusätzlich zum lokal in den Tumor verabreichtem Medikament, kleinste Partikel in den Tumor eingebracht werden und diesen verstopfen. Das eigentliche Medikament kann dann bis zu einer Woche direkt im Tumor wirken.

  • ECOG Kriterien

    Kriterien zur Einschätzung des Aktivitätsniveaus eines Patienten

  • Eigenmedikation

    nicht vom Arzt angeordnete Medikamente.

  • Eiweiße

    Universalbaustoff des Körpers. Eiweiße aus der Nahrung werden im Körper aufgespalten und in körpereigenes Eiweiß umgewandelt.

  • Ekzem

    nicht infektiöse entzündliche Hauterkrankung

  • Embolisation

    künstlicher Verschluss von Blutgefäßen, beispielweise durch Moleküle/Kunststoffe, mit dem Ziel die Blutzufuhr zum Tumor zu unterbrechen

  • Embolisatverschleppung

    Das Dichtmaterial der Embolisation verteilt sich und kann andere Gefäße als die des Tumors verstopfen

  • Entzündungsreaktion

    ist eine körpereigene Reaktion auf Reize. Entzündungszeichen sind Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz und funktionelle Einschränkungen.

  • Entzündungswerte

    hohe Entzündungswerte deuten auf eine Abwehrreaktion des Immunsystems hin. Sie können Anzeichen eines Infektes oder Erkrankung sein.

  • Ergotherapie

    hilft dabei, durch Krankheit oder Behinderung verlorengegangene alltägliche Handlungsfähigkeit wiederherzustellen oder zu verbessern (z.B. durch Schulung der Motorik und der Wahrnehmung)

  • Erstlinientherapie

    bezeichnet die bevorzugte, bzw. erste Behandlungsoption. Nicht alle Medikamente, die auf dem Markt sind, haben eine Zulassung zur Erstlinientherapie

  • Erythropoetin

    ein Hormon, das an der Bildung von roten Blutkörperchen beteiligt ist.

  • extrahepatisches Staging

    Klassifizierung/Einteilung eines Tumors, der außerhalb der Leber liegt

  • Fachdisziplinen

    unterschiedliche Fachrichtungen in der Medizin (Kardiologe, Hepatologe etc.)

  • Fatigue

    starke Müdigkeit

  • Fibrose

    Entzündetes Bindegewebe in einem Organ, was zu Schäden und Narbenbildung führen kann.

  • Gallenflüssigkeit

    Eine gelb-grüne Flüssigkeit, die von der Leber hergestellt, in der Gallenblase gespeichert und durch die Gallengänge transportiert wird. Galle hilft bei der Verdauung von Fetten.

  • Gallengang

    Eine röhrenartige Struktur in der Leber, die zur Unterstützung der Verdauung Galle aus der Leber und Gallenblase in den Dünndarm transportiert.

  • Gastroenterologe

    spezialisierter Internist, der sich mit der Diagnostik, der Therapie und der Vorsorge (Prävention) von Erkrankungen des gesamten Magen-Darm-Traktes und der Leber befasst.

  • Gelbsucht

    Gelbfärbung der Augen und/oder der Haut, die durch Leberschäden verursacht werden kann.

  • Grunderkrankungen

    ein anderes Wort dafür ist Basiserkrankung. Diese kann ursächlich für weitere Erkrankungen sein (Folgeerkrankungen).

  • Gynäkomastie

    bezeichnet das Wachstum von Brüsten bei Männern. Das Wachstum des Brustgewebes kann viele Ursachen haben, unter anderem kann es eine Folge der Leberzirrhose sein.

  • Hämatologie

    Lehre vom Blut und seinen Krankheiten

  • Hand-Fuß Syndrom

    wird zumeist als schmerzhafte Veränderung der Hautoberfläche an den Handinnenflächen und den Fußsohlen verstanden und ist eine Nebenwirkung von systemischen Therapien

  • HBV

    Abkürzung steht für Hepatitis-B-Virus

  • HBV-Impfung

    Immunisierung gegen Hepatitis-B-Viren

  • HCC

    Abkürzung steht für Hepatozelluläres Karzinom = primäreres Leberzellkarzinom

  • HCV

    Abkürzung steht für Hepatitis-C-Virus

  • Hepatische Enzephalopathie

    Funktionsstörung des Gehirns als Folge schwerer akuter oder chronischer Lebererkrankung. Durch eingeschränkte Leberfunktion können Giftstoffe ins Gehirn gelangen.

  • Hepatitis B

    akute oder chronisch verlaufende Leberentzündung verursacht durch den Hepatis-B-Virus.

  • Hepatobiliär

    die Leber und die Galle betreffend

  • Hepatologe

    Gastroenterologe, der sich auf die Erkrankung der Leber spezialisiert hat

  • hepatozellulär

    die Leberzellen betreffend

  • Herzschwäche

    das Herz ist nicht mehr in der Lage, die benötigte Menge Blut durch den Körper zu pumpen und die Organe mit ausreichend Sauerstoff und Energie zu versorgen

  • Hormonhaushalt

    Hormone übernehmen wichtige und vielfältige Aufgaben im Körper. Ein ausgeglichener Hormonhaushalt für das körperliche und seelische Wohlbefinden sehr wichtig.

  • Hospizdienst

    er begleitet, unterstützt schwerkranke Menschen in der letzten Lebensphase

  • IgG

    Immunglobuline G (IgG) sind ein wichtiger Bestandteil unseres Abwehrsystems. Schwimmen Krankheitserreger in unserem Blut, schütten sogenannte Plasmazellen IgG-Moleküle (Antikörper) aus. Sie verbinden sich mit den Erregern und lösen dadurch weitere Abwehrvorgänge aus

  • IgM

    Immunglobuline sind Eiweiße, die Krankheitserreger im Blut bekämpfen. Immunglobulin M (IgM) ist bei Infektionen besonders schnell zur Stelle

  • Ikterus

    Gelbfärbung der Augen und der Haut, die durch Leberschäden verursacht werden kann.

  • Immunsuppression

    künstliche Unterdrückung des Immunprozesses, um beispielsweise die Abstoßung eines transplantierten Organes zu verhindern

  • Immunsuppressiva

    Medikament, das die Immunreaktion des Körpers vermindert

  • Implantation

    in den Köper eingepflanztes künstliches Material, was dauerhaft oder länger im Körper verbleibt, wie beispielsweise ein künstliches Gelenk, Stents oder Gefäßprothesen

  • Interdisziplinär

    Zusammenarbeit von mehreren Fachbereichen

  • Intermediär Stadium

    Krankheitsstadium zwischen zwei verschiedenen Krankheitsphasen (z.B. zwischen akuter und abklingender Krankheitsphase)

  • Kältetherapie

    lokal oder auf den gesamten Körper angewendete Behandlung mit Kälte, um z. B. Schwellungen der Haut beim Hand – Fuß – Syndrom zu therapieren.

  • Karzinom

    bösartige Gewebsentartung, Tumor

  • Katheter

    sind Röhrchen oder Schläuche mit deren Hilfe Organe gespült, gefüllt oder entleert werden können, z.B. die Blase nach einer Operation

  • Ko-Morbidität

    zusätzliche Erkrankung zur Grunderkrankung. Sie muss nicht im Zusammenhang mit der Grunderkrankung stehen, was in der Praxis jedoch häufig der Fall ist.

  • Koma

    Zustand des sehr tiefen Schlafes und vollständiger Bewusstlosigkeit. Auf äußere Reize erfolgt keine Reaktion.

  • komplementäre Verfahren

    ergänzende Therapien, welche die eigentliche Therapie unterstützen sollen

  • Kontraindiaktion

    Es liegen medizinische Gründe und gesundheitliche Faktoren beim Patienten vor, die ein hohes Risiko für das Gelingen eines Eingriffs oder eine Therapie bedeuten könnten.

  • Kontrastmittel

    verbessern die Darstellung von Strukturen und Funktionen des Körpers bei bildgebenden Verfahren, wie beispielsweise bei der Computertomographie

  • Krampfadern

    Aussackung der Gefäßwände, durch die sich die betroffenen Venen erweitern. Blut staut sich in den Venen zurück und stellt dadurch eine Belastung für das Gefäßsystem dar. Das Risiko zur Bildung von Blutgerinnseln (Thrombosen) ist erhöht.

  • kurativ

    heilbar

  • Laparoskopischer Zugang

    Zugang über die Bauchhöhle

  • Leber

    Das größte feste Organ im menschlichen Körper. Lage: im oberen Teil des Bauches auf der rechten Seite. Die Leber hilft dem Körper, Nahrung zu verdauen, Energie zu speichern und giftige Stoffe abzubauen.

  • Leberfunktionsstörung

    Die Leber ist in ihrer Funktion eingeschränkt und kann ihren Aufgaben nicht mehr nachkommen. Die schwerste Form der Leberfunktionsstörung ist das Leberversagen.

  • Leberkapsel

    ist die äußere Hülle der Leber. Sie umschließt sie und grenzt sie somit von anderen Organen ab.

  • Leberparameter

    verschiedene Blutwerte, die Rückschlüsse auf mögliche Zellschädigungen und Funktionsstörungen in der Leber zulassen und ein Indikator für unterschiedliche Erkrankungen der Leber sein können.

  • Leberspezifischer Blutwerte

    siehe Leberparameter

  • Leberteilresektion

    Ein Teil der Leber wird, z.B. rund um den Tumor operativ entfernt. Das Verfahren setzt voraus, dass genügend funktionsfähiges Lebergewebe nach der Entfernung des Tumors verbleibt.

  • Lebertransplantation

    Einsetzten einer Spenderleber

  • Leberversagen

    die Leber kann ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen und schaltet alle Funktionen ab. Ursächlich hierfür können z.B. schwere Vergiftungen, chronische Lebererkrankungen im zirrothischen Endstadium sein.

  • Leitlinie

    Behandlungs- und Versorgungsrichtlinie für Ärzte

  • Lenvatinib

    Medikament, das bei der systemischen Therapie zum Einsatz kommen kann

  • LTX

    Lebertransplantation

  • Lymphknoten

    Sie filtern die Gewebsflüssigkeit und sind ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems. Sie verteilen sich über den gesamten Körper und nehmen dort lokal ihre Funktion wahr.

  • Magensonde

    Schlauch, der über den Mund oder die Nase eingeführt wird und von seiner Länge bis in den Magen reicht. Über die Magensonde wird beispielweise die künstliche Ernährung vorgenommen.

  • „Mailand“-Kriterien

    medizinische Kriterien, welche die Chancen für eine erfolgreiche Lebertransplantation kennzeichnen. Damit Patienten für eine Spenderleber gelistet werden, müssen die Kriterien erfüllt sein.

  • Makromoleküle

    sind große Moleküle, die aus vielen, bis zu mehreren hunderttausend, gleichen oder unterschiedlichen Bausteinen bestehen.

  • Antidepressiva

    Medikamente gegen Depressionen

  • Menstruationsstörungen

    unregelmäßiger oder ganz ausbleibender Monatszyklus bei Frauen

  • Metastasen

    Tumorzellen gelangen über das Blut oder die Lymphflüssigkeit in weiteres Gewebe und Organe und siedeln sich dort an und bilden neue Krebsgeschwülste (Metastasen)

  • Metastasenbildung

    sie können sich unabhängig vom Erkrankungsstadium bilden, sogar auch dann noch, wenn der eigentliche Tumor bereits entfernt wurde.

  • Milz

    liegt im Bauchraum in Magennähe. Sie hat eine Abwehrfunktion gegen körperfremde Stoffe, speichert die weißen Blutkörperchen und sondiert alte rote Blutkörperchen aus.

  • minimal-invasives Verfahren

    Operationstechnik, die ohne große Zugangsschnitte auskommt, um zum Zielorgan oder Gewebe vorzudringen.

  • Molekulartherapie

    Therapieverfahren was darauf abzielt, das gesunde Gewebe möglichst zu schonen. Die Struktur der eingesetzten Moleküle ist auf die Eigenschaften der Tumorzellen abgestimmt, um diese zu gezielt in ihrem Wachstum zu hemmen.

  • MRT (Magnetresonanztomographie)

    bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Geweben, Gefäßen und Organen Das MRT wird zur Diagnose aber auch für Forschungszwecke eingesetzt. Die Darstellungen der Bilder wird mit Hilfe von starken Magnetfeldern erzeugt.

  • Multinodulär

    viele Knoten/Tumore in einem Organ

  • Nährstoffmangel

    Unterversorgung an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, aber auch der Hauptnährstoffgruppen Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße

  • nicht-alkoholische Fettleberentzündung (NASH)

    entzündliche Veränderung einer bestehenden Fettleber, die nicht durch übermäßigen Alkoholkonsum verursacht wird.

  • Natriumreduktion

    Verringerung der Menge an Kochsalz bei der Zubereitung von Speisen sowie die Vermeidung von natriumhaltigen Lebensmitteln

  • Naturheilverfahren

    alternative oder begleitende Behandlungen zur klassischen Schulmedizin

  • Nebennieren

    Hormondrüse die im inneren Teil, dem Nebennierenmark, die Hormone Adrenalin und Noradrenalin und im äußeren Teil, der Nebennierenrinde, Cortisol produziert. Zudem ist sie an der Regulation des Zucker-, Wasser- und Mineralstoffhaushaltes beteiligt.

  • Nichtopiodanalgetika

    Schmerzmittel, die keine Opiate enthalten, z.B. Paracetamol oder Novalgin

  • Novalgin

    Schmerzmittel aus dem Bereich der Nichtopiodanalgetika

  • Oberbauchorgane

    Sammelbegriff für die Organe: Leber, Magen, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Zwölffingerdarm

  • Onkologie

    Fachrichtung in der Medizin, die sich mit Krebserkrankungen befasst

  • Opiate

    werden häufig zur Reduktion von starken Schmerzen eingesetzt.

  • Osteoporose

    Knochenschwund

  • Palliativ

    schmerzlindernd, eine Erkrankung ist nicht heilbar, aber die Beschwerden, die sie verursacht sollen reduziert werden.

  • palliativen Versorgung

    sie zielt nicht auf die Heilung des Patienten, sondern Schmerzen zu lindern sowie Angebote bereitzustellen, die der Krankheitsbewältigung und der Aufrechterhaltung der Lebensqualität dienen.

  • Paracetamol

    Schmerzmittel aus dem Bereich der Nichtopiodanalgetika

  • Parazentese

    allgemeiner medizinischer Begriff, der das Eindringen in ein Gewebe oder Organ meint, um Flüssigkeiten herauszulassen. Bei Lebererkrankungen ist hierbei eine Ableitung des Bauchwassers (Aszites) gemeint. Hierbei wird häufig von einer Aszites-Punktion gesprochen.

  • Pathologie

    stellt einen Teilbereich der Medizin dar, die sich mit der Herkunft, der Entstehungsweise und dem Verlauf von Erkrankungen befasst sowie den Auswirkungen einer Erkrankung auf den Organismus. Im Bereich der Diagnose befasst sie sich häufig mit der Untersuchung von Geweben.

  • PEI (perkutane Ethanol-Injektion)

    lokales Krebsverfahren, bei dem durch eine Sonde hochprozentiger Alkohol in den Tumor gegeben wird, damit dieser abstirbt.

  • perkutaner Zugang

    Zugang, der unter die Haut gelegt wird

  • Pfortaderhochdruck (portale Hypertension)

    er entsteht, wenn der Abfluss/Zufluss des Blutes aus/in der Leber, z.B. aufgrund einer Zirrhose oder der Lage und Größe eines Tumors nicht mehr gut funktioniert. Das Blut staut sich als Konsequenz vor und in der Leber auf.

  • Pfortaderthrombose

    Bildung von Blutgerinnseln in der Pfortader in der Leber

  • PH-neutral

    ein Stoff oder eine Flüssigkeit ist weder sauer noch alkalisch. Er ist neutral. Die Skala zur Einteilung des PH Wertes reicht von 1 (stake Säure) bis hin zu 14 (starke Lauge). Der Wert 7 ist neutral.

  • physiotherapeutische Maßnahmen

    dazu gehören z.B. Massagen, Mobilisation, Schmerzreduktion, Lymphdrainage, Kälte- und Wärmetherapien

  • postoperativ

    Zeitliche Angabe und bezeichnet die Zeit nach der Operation

  • Prävention

    vorbeugende Maßnahme, z.B. um eine Erkrankung zu verhindern oder gesundheitliche Schäden zu vermeiden.

  • Progredient

    Übersetzt: Fortschreitend. Eine progrediente Erkrankung zeigt einen zunehmend schweren Verlauf.

  • Progressiv

    Übersetzt: fortschreitend – Steigerung von Umfang und Schwere. PBC wird als progressive, fortschreitende Erkrankung definiert.

  • Proliferation

    schnelle Vermehrung von Gewebe durch Zellteilung und Zellwachstum

  • Prothrombinzeit

    sagt etwas über die Gerinnungszeit des Blutes aus.

  • Pruritus

    Klinischer Begriff für starken Juckreiz, ein häufiges Symptom von PBC.

  • Psychoonkologie

    psychologische Spezialisierung zur Betreuung und Therapie von Krebspatienten

  • Psychosozial

    Zusammenhang zwischen psychischen und sozialen Faktoren, beispielweise kann eine körperliche Erkrankung psychische Probleme, wie eine Depression auslösen, diese wiederum kann den Rückzug aus sozialen Aktivitäten bedeuten.

  • Psychotherapie

    umfasst verschiedene Verfahren, die bei der Bewältigung von psychischen Problemen oder den Umgang damit unterstützen. Die Verhaltenstherapie ist beispielweise ein Verfahren der Psychotherapie.

  • Punktion

    medizinischer Eingriff, um Gewebe zu entnehmen oder z.B. Bauchwasser abzulassen

  • R-Klassifikationen

    sie sagen aus, in wie weit das Gewebe nach einem operativen Eingriff frei von Tumorzellen ist.

  • Radiologe

    Fachmediziner, der sich auf bildgebende Diagnostik spezialisiert hat, aber auch im Bereich der medizinischen Strahlentherapie Patienten behandelt.

  • „RECIST“-Klassifikation oder „EASL“-Klassifikation

    Verfahren um den Erfolg bei der TACE – Behandlung einschätzen zu können.

  • Regorafenib

    Medikament, das bei der systemischen Therapie zur Anwendung kommen kann.

  • Rehabilitation

    Wiederherstellung

  • Rehabilitationssport

    Wiederherstellung der körperlichen Leistungsfähigkeit, z.B. durch Gymnastik und Herz – Kreislauf - Training

  • Resektion

    operative (Teil-)Entfernung von Organen oder Organteilen, z.B. die Gallenblase als Teil der Leber oder eine Teilresektion der Leber, aufgrund eines Tumors.

  • Rezidiv

    wiederkehrend, eine Erkrankung kehrt zurück

  • RFA (Radiofrequenzablation)

    Verfahren zur Entfernung von erkranktem Gewebe, bzw. eines Tumors mit Hilfe einer erhitzen Sonde, die den Tumor und angrenzendes Gewebe durch hohe Temperaturen zerstört.

  • Schilddrüse

    Drüse für die Hormonproduktion. Bei einer Störung/Erkrankung in der Schilddrüse, kann es zu zahlreichen Störungen der Stoffwechselfunktionen kommen.

  • Schmerzskala

    dient der Einschätzung der individuell empfundenen Schmerzintensität von 1 (keine Schmerzen) bis 10 (stärkste vorstellbare Schmerzen).

  • Schmerztherapie

    unterschiedliche Verfahren zur Schmerzlinderung. Hierzu gehören neben der Verabreichung von Schmerzmitteln auch Verfahren der Psycho- und Physiotherapie, aber auch alternative Methoden, wie beispielsweise die Akupunktur

  • Schwachopiodanalgetika

    Schmerzmittel, die weniger starke Opiate als Wirkstoff enthalten

  • SIRT (selektive int­raarterielle Radiotherapie)

    Therapieverfahren, bei dem radioaktive Moleküle in den Tumor injiziert werden, die ihn zerstören sollen.

  • Sonde

    Untersuchungs-, Therapie- und Operationsinstrument, mit einer Sonde können auch Körperregionen erreicht werden, die nur schwer zugänglich sind.

  • Sonografie

    siehe Ultraschall

  • Sorafenib

    Medikament, das in der systemischen Therapie eingesetzt werden kann

  • Spezifische Nachsorge

    bezeichnet Kontrolluntersuchungen und Behandlungen, die entsprechend dem eingesetzten Therapieverfahren durchgeführt werden.

  • Spezifische Pallitativversorgung

    die benötigte Versorgung des Patienten ist umfangreich und komplex. Ob eine solche Versorgung angezeigt ist, wird durch das Versorgungsteam in Absprache mit dem Patienten und den Angehörigen festgestellt.

  • Splenomegalie

    Vergrößerung der Milz

  • Starkopiodanalgetika

    Schmerzmittel, die starke Opiate als Wirkstoff enthalten

  • Stoffwechsel

    Bezeichnet das komplexe Zusammenspiel von Organen, Hormonen, Körperflüssigkeiten und Geweben im Körper, die wichtig sind, damit dieser auf allen Ebenen voll funktionsfähig ist.

  • Stoffwechselstörung

    das komplexe Stoffwechselsystem des Körpers ist aufgrund einer Störung, Erkrankung oder Fehlfunktion aus dem Gleichgewicht geraten.

  • Symptom

    Begleiterscheinung bei einer Erkrankung, beispielsweise der mögliche Juckreiz bei einer Lebererkrankung

  • systemische Therapie

    eine Behandlung, die auf den ganzen Körper wirkt. Sie wird meistens angewendet, wenn der Tumor die Leberkapsel durchbrochen hat und/oder der Tumor in andere Gewebe gestreut hat.

  • TACE (Transarterielle Chemoembolisation)

    lokal auf den Tumor wirkende Chemo -Therapie. Mittels Katheter wird die Wirksubstanz in den Tumor eingebracht. Die Teilung der Tumorzellen soll damit verhindert werden

  • Thrombozyten

    Blutplättchen, sie sind die kleinsten Zellen des Blutes

  • Toxisch

    giftig

  • Transarterielle Chemoembolisation

    siehe TACE

  • Transfusion

    Übertragung von Blut oder Blutbestandteilen eines Spenders auf einen Empfänger

  • Transplantationszentren

    Kliniken, die auf die Transplantation von Organen spezialisiert sind.

  • Tumorkonferenz (auch Tumorboard)

    Fallberatung und Entscheidung bei Krebspatienten. Die Tumorkonferenz besteht aus mehreren Fachbereichen der Medizin (z.B. Onkologen, Hepatologen, Radiologen,  Chirurgen, Nuklearmediziner und Pathologen). Sie besprechen den Einzelfall unter verschiedenen med. Gesichtspunkten (Risiko – Nutzen) und treffen eine Therapieentscheidung.

  • Tumormarker

    über die Bestimmung des Tumormarkers kann festgestellt werden, ob Tumore vorhanden sind. Schwachpunkt dieser Methode ist, dass nicht immer genau feststeht, ob der erhöhte Wert tatsächlich auf einen Tumor oder auf eine Entzündung im Körper hindeutet

  • Ultraschall

    Diagnostisches Verfahren mittels Schallwellen. Der Schall trifft von einem Schallkopf ausgehend auf das zu untersuchende Gewebe. Der Schall wird zurückgeworfen und erzeugt dadurch ein Bild.

  • Unspezifisch

    nicht klar zuzuordnen

  • Urea-Basis

    enthält Harnstoff als Wirkstoff (oft in Hautcremes enthalten)

  • Varizen

    Krampfadern

  • Virushepatitis

    durch Viren verursachte Entzündung der Leber

  • WHO

    Weltgesundheitsorganisation

  • Wundheilungsstörungen

    der Heilungsprozess einer Wunde ist verzögert. Die Wunde ist anfälliger für Infektionen. Die Ursachen einer Wundheilungsstörung sind vielfältig.

  • Zirrhose

    Narbiger Umbau des Lebergewebes

  • Zweitlinientherapie

    Sie kommt zur Anwendung, wenn das erste Mittel der Wahl (Erstlinientherapie) keinen Erfolg bringt, das Ansprechen unzureichend ist oder das Medikament vom Patienten nicht vertragen wird.