Wie häufig ist Leberkrebs?

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Wie häufig ist der primäre Leberkrebs?

Weltweit gesehen gehört Leberkrebs zu den 5-häufigsten Krebsarten. In Deutschland schätzt man die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen auf ~ 9.000 Fälle. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei ~ 70 Jahre.

Da Leberkrebs ein sehr aggressiver Krebs ist, zählt er zu den häufigsten Krebstodesursachen. In Deutschland sterben durchschnittlich bis zu 8.000 Menschen pro Jahr an Leberkrebs.

Es ist davon auszugehen, dass die Anzahl der Leberkrebsfälle sowohl in Deutschland als auch in der gesamten westlichen Welt zunehmen wird. Zum einem liegt die Ursache in den vielen noch nicht diagnostizierten Hepatitis-Patienten ( HBV und HCV). Zum anderen begünstigt eine ungesunde Lebensführung (z.B. Bewegungsmangel und eine unausgewogene Ernährung) das Entstehen einer Fettleber, die sich entzünden kann. In diesem Fall spricht man von einer NASH (nicht-alkoholische Fettleberhepatitis). Diese kann auch ohne vorheriges zirrhotisches Stadium Leberkrebs verursachen. Des Weiteren ist jahrelanger Alkoholmissbrauch und die daraus resultierende Alkoholische Fettleber (ASH) als möglicher Verursacher eines primären Leberkrebses zu nennen.

Der überwiegende Teil der Leberkrebspatienten wird erst in einem späten Stadium der Erkrankung diagnostiziert, in dem keine Heilung mehr möglich ist. Hinsichtlich der Therapiemöglichkeiten spielt nicht nur die Ausdehnung der Tumorerkrankung eine Rolle, sondern insbesondere die Leberfunktionsstörung. Je fortgeschrittener die Lebervernarbung ist, desto weniger kurative und palliative Verfahren stehen zur Auswahl.