Radio Frequenz Ablation -RFA/Mikrowellenablation

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Radio Frequenz Ablation -RFA/Mikrowellenablation

Bei der Radiofrequenz und Mikrowellen-Ablation werden befallenes Gewebe und Tumore mit Hilfe von Hitze zerstört. An der Spitze einer Sonde, die direkt in den Tumor eingeführt wird, können durchhochfrequenten Wechselstrom oder Mikrowellen,  Temperaturen von bis zu 100 Celsius im Tumor erzeugt werden. Der Tumor und auch angrenzendes Gewebe werden somit zerstört.

Das Einführen der Sonde kann wahlweise durch drei verschiedene Verfahren erfolgen:

  • Perkutaner Zugang: dies ist ein minimal-invasiver Eingriff, bei dem durch einen kleinen Schnitt in der Bauchdecke (perkutan = „durch die Haut“) die Sonde eingeführt wird. Dieses Verfahren wird in der Praxis am häufigsten angewendet und ist für den Patienten, nur mit geringen Belastung verbunden.
  • Laparoskopischer Zugang: dieses Verfahren ist ebenfalls ein minimal-invasives Verfahren und für den Patienten in der Regel gut verträglich. Dieses Verfahren ist ähnlich dem des perkutanen Zugangs, jedoch wird die Sonde zusammen mit einer Bauchspiegelung durchgeführt, damit man die Führung der Sonde während des Eingriffs zusätzlich kontrollieren kann. Da dieses Verfahren technisch sehr anspruchsvoll ist, sollte es nur von erfahrenen Ärzten durchgeführt werden.
  • Offener Zugang: hierbei wird die Leber zur Einführung der Sonde freigelegt, was mit einer größeren Operation verbunden ist.

Bei allen drei Verfahren wird das Einbringen der Sonde genauestens durch Ultraschall oder durch eine CT (Computertomographie) überwacht. Der Arzt kann so den Weg der Sonde exakt am Bildschirm verfolgen.

In der Regel erfolgt die RFA unter Vollnarkose. Der Eingriff selbst dauert in Abhängigkeit der Größe, Lage und Ausrichtung der Tumore 1 bis 3 Stunden. Unmittelbar nach dem Eingriff erfolgt eine weitere CT-Untersuchung mit einem Kontrastmittel, um Komplikationen auszuschließen und den Erfolg des Eingriffes zu kontrollieren. In der Regel bleibt der Patient 48 bis 72 Stunden in der Klinik.

Für jede Therapieform gibt es unterschiedliche absolute und relative Ausschlusskriterien. So auch bei der RFA. Diese sind sehr spezifisch und müssen mit dem behandelnden Ärzteteam gemeinsam besprochen werden.

Nebenwirkung der RFA:

Bei Anwendung der RFA können folgende Nebenwirkungen auftreten: lokaler Leberschmerz, erhöhte Temperatur, Anstieg der Leberparameter, Anstieg der Entzündungswerte oder Nachblutungen.  Schmerzen werden meist nach einem Stufenschema behandelt, bei dem zum Beispiel Novalgin verabreicht wird. Erhöhte Temperatur kann mit Paracetamol reduziert werden. Der Anstieg der Leberparameter und der Entzündungswerte sind hingegen eine normale Reaktion, die in der Regel nach ein paar Tagen nachlassen.

Nachsorge RFA:

Nach einer RFA (Radiofrequenzablation) soll die Erstkontrolle schon nach vier bis sechs Wochen erfolgen. Weiterhin soll über einem Zeitraum von zwei Jahren in einem Abstand von drei bis vier Monaten kontrolliert werden, ob ein Tumor ganz zerstört werden konnte oder wieder aufgetreten ist ( Rezidiv). Nach diesem Zeitraum kann die Kontrolle auf einen längeren Abstand ausgeweitet werden.

Die Kontrolle erfolgt in der Regel mit Hilfe der kontrastmittelverstärkten Magnetresonanztomographie (MRT) oder der kontrastmittelverstärken Computertomographie (CT). Das CT wird meist dann angewendet, wenn der Patient starkes Übergewicht hat ( Adipositas) oder Bauchwasser aufweist ( Aszites). Darüber hinaus sollte ebenfalls in einem Abstand von drei Monaten der Tumormarker AFP kontrolliert werden.

Wenn innerhalb von zwei Jahren kein Tumor mehr aufgetreten ist, wird der Patient wieder in das regelmäßige Früherkennungsverfahren übergeleitet; das bedeutet, es wird in einem Abstand von jeweils sechs Monaten kontrolliert, ob ein Krebsverdacht vorliegt.

Sollten neue Tumore (sogenannte Rezidive) auftreten, kann die RFA wiederholt werden.