Embolisation

Es gibt auch Therapien, bei denen auf die lokale Chemotherapie verzichtet wird und nur die Blutzufuhr des Tumors unterbrochen wird. Diese Verfahren werden Embolisation genannt. Diese kommen dann zum Einsatz, wenn der Patient das Zytostatikum nicht verträgt oder eine Kontraindikation vorliegt. Studien haben aber bewiesen, dass leitlinienkonform die Kombination aus lokaler Chemotherapie und Gefäß embolisation (Gefäßverstopfung) die besten Ergebnisse zeigt. Im Schnitt werden durch die TACE Überlebenszeiten von 2 Jahren erreicht.

Für jede Therapieform gibt es unterschiedliche absolute und relative Ausschlusskriterien. So auch bei der Embolisation. Diese sind sehr spezifisch und müssen mit dem behandelnden Ärzteteam gemeinsam besprochen werden.

Nebenwirkungen:

Patienten klagen nach der Transarteriellen Chemoembolisation über Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Fieber, das bis zu einigen Tagen anhalten kann. Diesen Symptomen kann man in der Regel aber mit Medikamenten gut entgegenwirken. Selten treten auf: Aneurysmen (örtlich begrenzte Aufweitung eines Blutgefäßes) oder eine Embolisatverschleppung.

Nachsorge der Embolisation:

In einem Zeitraum von 1 – 3 Monaten nach dieser Behandlung muss mit Hilfe eines CT oder MRT geprüft werden, ob der Einsatz der Embolisation erfolgreich war. In der Tumorkonferenz wird dann über das weitere Verfahren entschieden. Die Experten verwenden dabei unterschiedliche Klassifikationsverfahren, um den Erfolg einschätzen zu können („RECIST“-Klassifikation oder „EASL“-Klassifikation). In Abhängigkeit von der Größe und dem Vorkommen der Tumore, der individuellen Ansprache des Patienten auf die Embolisation und nicht zuletzt der Verträglichkeit für den Patienten wird dieses Verfahren in Abständen von 4 – 12 Wochen wiederholt.