Die Rehabilitation

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Die Rehabilitation – ein Bestandteil der Versorgungsstruktur bei Krebspatienten

Die Rehabilitation, auch Anschlussheilbehandlung (AHB) genannt, ist ein wichtiger Bestandteil im Heilungsprozess. Das lateinische Wort bedeutet übersetzt „Wiederherstellung“. Bereits während des stationären Klinikaufenthaltes sollte allen Patienten medizinische und psychosoziale Leistungen im Sinne der Rehabilitation angeboten werden. Diese erleichtern und fördern eine Rückkehr in den Alltag und auch in das Berufsleben.

Grundsätzlich gibt es Einrichtungen der ambulanten und stationären Rehabilitation. Welche Angebotsform oder Einrichtung am besten geeignet ist, richtet sich nach dem allgemeinen gesundheitlichen Zustand des Patienten und berücksichtigt die individuellen Wünsche und Bedürfnisse.

Rehabilitationszentren verfolgen einen multidisziplinären Ansatz. Patienten erhalten hier sowohl Beratungs- und Schulungsangebote zu verschiedenen Themen, als auch psychologische Hilfen. Weitere Bestandteile sind Bewegungs- und therapeutische Angebote (u.a. Psychotherapie). Ein optimales Rehabilitationsprogramm soll den Patienten nicht nur bei der Genesung unterstützen, sondern auch Anregungen geben, wie beispielsweise eine gesunde Ernährung oder ein Bewegungsprogramm in den Alltag integriert werden können.

Die Teilhabe an einer Rehabilitation muss vom Patienten selbst beantragt werden. Die „Reha“ wird von der Rentenversicherung finanziert, die den Antrag erhält und bearbeitet. Am einfachsten ist es, wenn dies schon während des Klinikaufenthaltes in die Wege geleitet wird. Dadurch können Übergangszeiten zwischen einem Krankenhausaufenthalt und dem Beginn der Rehamaßnahme verkürzt oder sogar ganz vermieden werden. Sozialarbeiter bzw. der Sozialdienst der Kliniken helfen bei der Antragsstellung und bei der Auswahl der geeigneten Rehabilitationseinrichtung. Sollte erst nach der Entlassung aus der Klinik der Antrag gestellt werden, so können die lokalen Krebsberatungsstellen oder die „Reha-Servicestellen“ (www.reha-servicestellen.de) der Deutschen Rentenversicherung bei der Antragsstellung unterstützen.

Manchmal kann die Antragsbearbeitung länger dauern. Patienten sollten hier nicht zögerlich sein und sich aktiv nach dem Status der Bearbeitung erkundigen. Im Falle einer Ablehnung muss sofort gegen den Ablehnungsbescheid Widerspruch eingelegt werden, denn oft wird der Antrag im zweiten Anlauf bewilligt. Unterstützung bieten auch in diesen Fällen der soziale Dienst des Krankenhauses und die Krebsberatungsstellen.